Modellstadt Bottrop: Treibhausgase-Ausstoß halbiert

BOTTROP – Ein klimagerechte Stadtentwicklung lohnt sich – ökologisch wie wirtschaftlich. Ein eindrucksvolles Beispiel liefert die InnovationCity Ruhr.

Von 2014 bis 2020 löste ein Fördervolumen von 2,75 Millionen Euro in der „Modellstadt Bottrop“ Investitionen von insgesamt 20,84 Millionen Euro aus. Binnen sechs Jahren erhielten 924 Projekte Fördermittel.  Die Kohlendioxyd-Emissionen sanken – ohne Verkehr – in dem rund 70.000 Einwohner zählenden Pilotgebiet um rund die Hälfte, wie bei der gemeinsamen Abschlußveranstaltung der Stadt Bottrop und der Innovation City Management GmbH (ICM) zu erfahren war. 

Bottrop belegt unter allen Großstädten in Nordrhein-Westfalen heute den Spitzenplatz bei der Photovoltaik-Dichte pro Einwohner. Der CO2-Ausstoß pro Kopf (ohne den Sektor Verkehr) lag im Abschlußjahr 2020 im Bottroper Modellgebiet bei 2,44 Tonnen Treibhausgas pro Jahr, bundesweit bei 6,11 Tonnen. Während die von Wohngebäuden ausgehenden CO2-Emissionen im Bunddurchschnitt von 2010 bis 2020 um 19 % zurückgingen, konnten sie in der InnovationCity um 47% gesenkt werden. 

Allein im Sektor Arbeit/Industrie ging der Ausstoß von Treibhausgas von 2009 bis 2020 in der InnovationCity um 56 % zurück, im bundesweiten Durchschnitt hingegen lediglich um 5,3 %. Gleichzeitig wurden die CO2-Emissionen der öffentlichen Gebäude in der InnovationCity von 2009 bis 2020 um 40 % reduziert.  Die das Förderprogramm begleitende Energieberatung stieß auf ein reges Interesse. 

Bis zum Jahresende 2020 fanden 3.954 Beratungen statt, sie erreichten mehr als 30 Prozent aller Einzeleigentümer. Insgesamt nahmen 11.355 Menschen an 437 Veranstaltungen teil. So konnten 3.657 Wohngebäude – das sind rund 36 % des gesamten Bestandes – ganz oder teilweise modernisiert werden, im Durchschnitt 3,3 % jährlich.  

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